Samstag, 22. November 2014

Bad Wörishofen: HVO stellt zum Jahresende Dienst ein

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Kreisgeschäftsführer Wilhelm Lehner und der Leiter des Rettungsdienstes, Thomas Pfaus teilten Bürgermeister Gruschka in einem persönlichen Gespräch mit, dass der HVO ab 1.1.2015 in Bad Wörishofen nicht mehr eingesetzt werden könne. Begründet wurde dies mit den fehlenden Einsatzzahlen, die sich nach Änderung der bayernweit geltenden Alarmierungsrichtlinien – der HVO wird nur noch bei Notarzteinsätzen alarmiert – noch einmal drastisch nach unten verschoben. Waren es davor durchschnittlich etwas 15 bis 20 Einsätze im Monat, so sind es derzeit nur noch etwa sechs bis acht. Auf Grund der Einsatzzahlen wäre eigentlich schon vor über zehn Jahren in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr Bad Wörishofen Schluss mit dem Rettungswagen gewesen. Damals entschied sich das Rote Kreuz, die Lücke mit ehrenamtlichen Kräften zu schließen. Als dies auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr möglich war, waren es wieder die ehrenamtlichen Helfer, die seit August 2013 die Lücke schlossen.
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Bürgermeister Gruschka hat Verständnis für die Entscheidung des Roten Kreuzes zumal in Bad Wörishofen dadurch keine Versorgungslücke entsteht. »Wir haben immer noch unseren Bereitschaftsdienst vor Ort«, so Lehner. »In Bad Wörishofen steht rund um die Uhr ein Rettungswagen als Hintergrundfahrzeug zur Verfügung, das zur Spitzenabdeckung sofort mit qualifizierten Helfern ausrücken kann.« Doch auf Grund seiner Lage sei Bad Wörishofen von Kaufbeuren und Buchloe schnell zu erreichen, falls der Mindelheimer Rettungswagen anderweitig besetzt sei. Von 6 bis 22 Uhr ist nach wie vor ein Rettungswagen mit Besatzung in Bad Wörishofen vor Ort.

Den HVO Dienst leisten derzeit ehrenamtlich etwa 30 Mitglieder des Roten Kreuzes, die zum größten Teil auch hauptamtlich im Rettungsdienst tätig sind. Um diese Helfer zu entlasten, hätte man deutlich mehr Freiwillige benötigt. Auf einer Infoveranstaltung im April 2014 suchte das Rote Kreuz dringend Verstärkung – leider vergeblich. Bis auf den Leiter des Ordnungsamtes, Dominik Leder, der bereits ehrenamtlich im Rettungsdienst fährt, hatte sich niemand gemeldet. Um einen Anreiz für die Ehrenamtlichen zu schaffen und den HVO zu halten, wurde seitens der Stadt an eine finanzielle Unterstützung für den nächtlichen Einsatz gedacht. »Gut gemeint«, so Pfaus, »aber wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten.«(pm-ext/sbw)

Pfaffenhausen / Salgen: Vorfahrt missachtet - Opel schleudert von der Fahrbahn

Foto: Rizer (mindelmedia NEWS)
Am Samstag, 22.11.2014 gegen 14.00 Uhr befuhr ein 32-Jähriger mit seinem Pkw die St 2037 von Kirchheim kommend in Fahrtrichtung Pfaffenhausen. Zur gleichen Zeit befuhr ein 19-jähriger Pkw-Lenker die Ortsverbindungsstraße von Salgen in Richtung Pfaffenhausener Moos. Diese Straße ist der Staatsstraße durch Vorfahrt achten untergeordnet. Dieser verringerte zunächst seine Geschwindigkeit und übersah dann, aus Unachtsamkeit und der tiefstehenden gleißenden Sonne den 32-Jährigen.
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Der 19-Jährige überquerte nun die Staatsstraße und trotz einem Brems- und Ausweichmanövers durch den 32-Jährigen kam es zum Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Beide Fahrzeuglenker wurden durch den Rettungsdienst in die Kreisklinik Mindelheim zur ärztlichen Untersuchung verbracht. An den unfallbeteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 10.000.- Euro. Beide Fahrzeuge mussten durch Abschleppdienste geborgen werden. Die Feuerwehren aus Pfaffenhausen und Salgen reinigten die Fahrbahn und führten Verkehrslenkungsmaßnahmen durch. (PI Mindelheim)

Krumbach / Attenhausen: 18 Jahre alter Beifahrer verstirbt bei schwerem Verkehrunfall

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Ein 18 Jahre alter Fahrer befuhr am Freitag dem 21.11.2014 gegen 22:45 Uhr mit seinem Pkw die Ortsverbindungsstraße von Krumbach nach Attenhausen. In einem Waldgebiet, im Verlaufe einer leichten Rechtskurve, verlor der Fahranfänger infolge überhöhter Geschwindigkeit auf feuchter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Pkw. Das Fahrzeug kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Dabei wurde der ebenfalls 18 Jahre alte Beifahrer aus dem Landkreis Günzburg im Pkw eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. 
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Der Fahrer hingegen wurde leichter verletzt ins Krankenhaus Krumbach eingeliefert. Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden von ca. 3000.- Euro. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ordnete die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Im Einsatz waren neben Kräften des Rettungsdienstes, die Freiwilligen Feuerwehren aus Bremen, Attenhausen, Bayersried und der Stadt Krumbach. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die PI Krumbach. (PP SWS - Einsatzzentrale)

Freitag, 21. November 2014

Hopferau: Auto wird von Zug erfasst - 2 Personen leicht verletzt

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An einem unbeschrankten Bahnübergang hat ein Autofahrer heute einen heranfahrenden Regionalexpress übersehen, weswegen der Pkw vom Zug erfasst wurde. Gegen 10.50 Uhr war der Pkw auf der Fahrt von Hopferau kommend in Richtung Ortsteil Heimen unterwegs. Der Fahrer aus dem Ostallgäu übersah am dortigen Bahnübergang offenbar den durch „Andreaskreuz“ angeordneten Vorrang des Regionalexpress, der in Richtung Füssen unterwegs war, und nach derzeitigem Kenntnisstand bereits Signalpfiffe abgegeben hatte. Aus diesem Grund wurde der Wagen im Frontbereich vom Zug erfasst und in den angrenzenden Graben geschleudert. 
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Der Regionalexpress kam nach einer Notbremsung hinterhalb des Bahnübergangs zum Stillstand. Das im Fahrzeug befindliche Ehepaar im Alter von 84 und 87 Jahren wurde durch den Zusammenstoß leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die rund 80 Fahrgäste im Regionalexpress blieben, ebenso wie der 49-jährige Triebfahrzeugführer, unverletzt. Während am Pkw ein Schaden von etwa 4.000 Euro entstand und von einem Abschleppunternehmen geborgen werden musste, konnte der leicht beschädigte Zug gegen 12 Uhr seine Fahrt in den Bahnhof Füssen fortsetzen. Dennoch wurde durch den Notfallmanager der Bahn ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, da derzeit unklar ist, wann die Bahnstrecke freigegeben werden kann. (PP Schwaben Süd/West)

Memmingen: Bahnunfall am Bahnübergang Stadtweiherstraße

Foto: Merkel
Am Freitag dem 21.11.2014 gegen 06:45 Uhr kam es zu einem Bahnunfall im Bereich der Stadtweiherstraße. In dieser Zeit kam es zu diversen Verkehrsproblemen im Bahn- und Straßenverkehr. Die Bahnlinie ist wieder freigegeben.
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Memmingen: Organisierte Urkundenfälschung aufgedeckt

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Äußerst gewinnbringend war das Erstellen von falschen Ausweisdokumenten und Führerscheinen durch Mitglieder einer Organisation, welche die rechtliche Existenz Deutschlands leugnet. Auslöser der Ermittlungen war ein Haftbefehl gegen einen 60-jährigen damals in Krumbach wohnenden Mannes der zu einer Gerichtsverhandlung nicht erschienen war. Bei der Vollstreckung des Haftbefehls wurde bei dem Mann ein Ausweis des Deutschen Reiches aufgefunden der angeblich vom Regierungspräsidenten von Schwaben ausgestellt worden sei. Da es sich bei dem Dokument um ein qualitativ hochwertiges Dokument handelte, das zur Täuschung insbesondere bei Vorlage im Ausland geeignet gewesen wäre, wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. Die Nachforschungen der Kripo Memmingen zur Herkunft des Dokuments führten zu der Organisation „Republik Freies Deutschland“ kurz RFD. Durch zunächst unbekannte Angehörige der RFD wurden die Ausweise für selbsternannte „Bürger“ dieses fiktiven Staates erstellt. 
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Wegen der im Raum stehenden Straftaten erließ das Amtsgericht Memmingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen Durchsuchungsbeschlüsse für eine Wohnung in Brandenburg und zwei in Mittelfranken. Ziel der Durchsuchung waren hierbei Personen die sich unter anderen als Innenminister, Staatssekretär sowie Minister für Haushalt und Finanzen bezeichneten. Im Rahmen der Durchsuchung wurden nicht nur diverse Siegel, sondern auch Kartons mit Blanko Dokumentenpapier sowie einige Blankovordrucke von Ausweisen aufgefunden und sichergestellt. Zwischenzeitlich ist bekannt, dass verteilt auf Führerscheine, Ausweise und Reispässe über 400 Dokumente von den Personen gegen Bezahlung erstellt und in Umlauf gebracht worden sind. Von Einnahmen in Höhe von rund 20.000 Euro durch die Erstellung der Dokumente ist auszugehen. Zwei Hauptbeschuldige, ein 47-jähriger sowie ein 60-jähriger Mann, sind derzeit unbekannten Aufenthalts. Sie sehen ebenso wie eine 46-jähriger Frau aus Brandenburg sowie ein 43-Jähriger aus dem Raum Ansbach Anzeigen wegen den Urkundenfälschungen entgegen. (PP Schwaben Süd/West)

Donnerstag, 20. November 2014

Memmingen: Wohnungsdurchsuchungen wegen Rauschgift - Spezialeinheit muss unterstützen

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Eine Durchsuchungsaktion mit Unterstützung von Spezialkräften der Polizei fand heute in den Morgenstunden statt. Um 6 Uhr begannen Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen am Donnerstag 20.11.2014, mit der Durchsuchung von zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus im Memminger Osten. Der Durchsuchung vorangegangen war ein Ermittlungsfahren gegen drei Männer im Alter von 19, 34 und 41 Jahren. 
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Aufgrund Erkenntnisse der Polizei hatten die Beteiligten auch mit Rauschgift zu tun. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen hatte das Amtsgericht Memmingen zuvor Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen erlassen. Da einer der Männer im Besitz einer Schusswaffe sein soll, wurde die Durchsuchung von dessen Wohnung mit der Unterstützung einer Spezialeinheit durchgeführt. Die Maßnahmen sind abgeschlossen, die gesuchte Schusswaffe wurde bislang nicht gefunden. (PP Schwaben Süd/West)

Neu-Ulm: Schwere Verletzungen bei Säugling - Ermittlungen gegen die Eltern

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Der Fall eines Säuglings, bei dem bei einer Untersuchung in einem Krankenhaus atypische Verletzungen festgestellt worden sind, beschäftigt derzeit die Staatsanwaltschaft Memmingen und die Kripo Neu-Ulm. Das zwischenzeitlich drei Monate alte Kind war im Oktober bei einem Kinderarzt vorgestellt worden, der es umgehend zu weiteren Untersuchungen an ein Krankenhaus verwies. Dort wurden nicht nur Blutergüsse sondern auch eine zurückliegende schwerwiegende Kopfverletzung diagnostiziert. Aufgrund des Verletzungsbildes wurde das zuständige Jugendamt und die Polizei informiert. Aus Sorge um das Kindswohl wurde der Säugling vom Jugendamt umgehend in die Obhut einer Pflegefamilie übergeben. Da das Verletzungsbild nicht mit den Angaben der Eltern in Einklang zu bringen war, wurde die Kripo Neu-Ulm durch die Staatsanwaltschaft Memmingen beauftragt Ermittlungen zu den Abläufen und eventuell im Raum stehenden Straftaten zu führen.
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Im Rahmen dieser Ermittlungen erfolgte am 19.11.2014 eine Durchsuchung von Wohnungen der 20 und 21-Jahre alten Eltern und von Verwandten im Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) sowie im Landkreis Neu-Ulm. Hierbei wurde unter anderem Babyausstattung, die als Beweismittel in dem Verfahren dienen könnte, sichergestellt. Zur Klärung der Herkunft der Verletzungen ist zudem ein Rechtsmediziner mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt worden. Dem kleinen Mädchen, das sich aktuell noch immer bei der Pflegefamilie befindet, geht es derzeit gut. (PP Schwaben Süd/West)

Memmingen: Verkehrsunfall Donaustraße - 12.000 Euro Sachschaden

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Am Mittwochmorgen, 19.11.2014, befuhr ein 48-Jähriger mit seinem Pkw die Donaustraße auf dem rechten der beiden Fahrspuren in südlicher Richtung. Er wendete und wollte die Donaustraße in nördlicher Richtung befahren. Bei seinem Wendemanöver kreuzte er die Fahrspur eines auf dem linken Fahrstreifen in südlicher Richtung fahrenden Pkws und es kam zum Zusammenstoß. Es entstand Sachschaden in Höhe von 12.000 Euro. Der Pkw des Unfallverursachers musste abgeschleppt werden. Verletzt wurde niemand. (PI Memmingen)
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Türkheim: Zimmerbrand - Rauchmelder verhindern schlimmeres

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Am späten Dienstag Abend des 18.11.2014 geriet aus bisher ungeklärter Ursache im Wohnzimmer eines landwirtschaftlichen Gebäudes in der Augsburger Straße in Türkheim ein Sofa in Brand. Dieses steht schon jahrelang vor der Wand unmittelbar neben einem eingeheizten Kachelofen. 
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Auslösende Rauchmelder machten die in anderen Räumen sich aufhaltende Bewohner auf den Brand aufmerksam. Noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehrkräfte, welche aus Türkheim, Ettringen und Bad Wörishofen anrückten, konnten die Bewohner den Schwelbrand löschen. Es entstand Ruß- und Wasserschaden an Gebäude, Wänden und Einrichtung in Höhe von ca. 10.000 Euro. (PI Bad Wörishofen)

Bad Wörishofen: Betrugsversuch durch „Enkeltrick“

Am Mittwochvormittag, den 19.11.2014, erhielten vier Seniorinnen aus Bad Wörishofen Anrufe einer männlichen Person, welche vorgab, ihr Enkel oder Neffe zu sein. Der Anrufer suggerierte, sich in einem Notariat in München aufzuhalten, da er soeben bei einer Zwangsversteigerung eine Wohnung erworben hätte. Um den Kauf rechtskräftig zu machen, benötige er für die Bezahlung der ersten Kosten einen Betrag von 15.000 Euro. Alle drei Damen durchschauten den versuchten Schwindel und beendeten die Gespräche. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor solchen Anrufern. Die Betrüger gehen hier immer nach der gleichen Masche vor. 
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Mit Vornamen, die heute nicht mehr sehr geläufig sind und daher auf ältere Personen schließen lassen, wird ein Suchlauf im örtlichen Telefonbuch durchgeführt. Die Personen aus dem Suchergebnis werden dann angerufen und es wird versucht, unter Vortäuschen eines Verwandtschaftsverhältnisses sowie unter Vorspiegelung einer Legende (z.B. persönliche Notlage, Auto- oder Immobilienkauf), das Vertrauen zu erschleichen und zur Bezahlung eines bestimmten Geldbetrages zu bewegen. Personen, die ähnliche Anrufe erhielten, werden gebeten, sich bei der Polizei Bad Wörishofen unter Tel. 08247/96800 zu melden. (PI Bad Wörishofen)

Polizeiliche Großlagen - Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei den Polizeitagen 2014 in München - Bayerische Polizei bestens gerüstet

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Die deutschlandweit geringste Kriminalitätsbelastung, der höchste Personalstand aller Zeiten sowie eine moderne Ausstattung und hohe Einsatzkompetenz - Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck lässt keine Zweifel daran, dass die Bayerische Polizei für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet ist. Das verdeutlichte Eck heute bei den 'Polizeitagen 2014' in München, einer Veranstaltung des Behördenspiegels gemeinsam mit der Gewerkschaft der Polizei zum Thema 'Effiziente Bewältigung von polizeilichen Großlagen'. "Die Bayerische Polizei wird ihre hervorragende Professionalität beim G7-Gipfel eindrucksvoll unter Beweis stellen', ist sich Eck sicher. Als Belege führte der Innenstaatssekretär anspruchsvolle Polizeieinsätze wie die Fußballweltmeisterschaft und den Papstbesuch 2006 sowie beispielsweise das jährliche Oktoberfest und die Münchner Sicherheitskonferenz an, die jeweils von der Bayerischen Polizei mit Bravour gemeistert wurden.
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Wie Eck betonte, hat die Sicherheit in Bayern höchste Priorität. Das A & O sei dabei eine gute Personalausstattung der Polizei. "Wir haben deshalb bei der Bayerischen Polizei von 2009 bis 2013 insgesamt mehr als 2.000 dauerhafte neue Stellen geschaffen", erläuterte der Innenstaatssekretär. "Insgesamt konnten wir rund 6.500 Vollzugsbeamte neu einstellen, 3.100 mehr, als in den Ruhestand gingen." Eck sicherte zu, den höchsten Personalstand aller Zeiten bei der Bayerischen Polizei durch hohe Einstellungszahlen die nächsten Jahre weiter zu festigen. Außerdem habe die Bayerische Polizei eine spezielle Werbeoffensive gestartet, um die besten Köpfe für die Ausbildung zu gewinnen.

Auch die Ausstattung einer modernen Polizei muss am Puls der Zeit sein, betonte Eck. "Wir legen daher großen Wert auf einen hochwertigen Fuhrpark, auf leistungsstarke Hubschrauber und moderne EDV." So habe die Bayerische Polizei für rund 1,8 Millionen Euro mehr als 400 hochmoderne CarPads angeschafft. Sie ermöglichen den Fahndern einen mobilen Zugriff auf polizeiliche Fahndungssysteme. Außerdem erprobe derzeit das Polizeipräsidium München für ein Jahr eine Facebook-Fanpage und einen Twitter-Account. Die ersten Erfahrungen seien sehr positiv. "Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Bürger und Polizei in Sozialen Netzwerken werden auch beim G7-Gipfel zum Einsatz kommen", kündigte Eck an. (Quelle: Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr)

Mittwoch, 19. November 2014

Kirchhaslach: Eskalierter Streit um Fernsehprogramm - Täter in Haft

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Ein zunächst verbaler Streit eskalierte gestern Abend, weil einer der Beteiligten ein Messer holte und damit seinen Kontrahenten angriff. Mehrere Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft befanden sich gegen 19.30 Uhr in einem Zimmer und sahen fern, als es zwischen Zweien im Alter von 19 und 26 Jahren zu einer Streitigkeit kam, die zunächst verbal ausgetragen wurde. Der alkoholisierte Jüngere rannte nach derzeitigem Ermittlungsstand plötzlich aus dem Raum, bewaffnete sich mit einem Messer, und wollte damit auf seinen Streitgegner losgehen. Dies konnte jedoch zunächst von einem 31-Jährigen verhindert werden, indem dieser die Türe zuhielt. 
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Dennoch gelangte der 19-Jährige kurz darauf in den Raum und beabsichtigte auf seinen Kontrahenten einzustechen, was von diesem und einem weiteren 23-jährigen Bewohner glücklicherweise verhindert werden konnte. Sie konnten den jungen Mann sogar überwältigen und bis zum Eintreffen der Memminger und Krumbacher Polizei festhalten, wobei der 23-Jährige hierbei ganz leicht an der Hand verletzt wurde. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und wurde gestern auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen von der Memminger Kripo beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Memmingen vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, weshalb sich der 19-Jährige nun in Untersuchungshaft befindet. (PP Schwaben Süd/West)

Ebershausen: Haus in Vollbrand - Bewohner nicht daheim

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Nach Ablöschen des Brandes der vergangenen Nacht muss das Haus abgerissen werden. Die Kripo ermittelt derzeit die Brandursache. Um kurz vor 5 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle Donau-Iller über ein in Brand stehendes Einfamilienhaus informiert, weshalb sofort die Feuerwehren aus Ebershausen, Deisenhausen, Kettershausen und Krumbach, sowie der Rettungsdienst und die Krumbacher Polizei alarmiert wurden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte und Polizei stand das Anwesen bereits in Vollbrand und konnte bis gegen 7.30 Uhr durch die rund 65 Feuerwehrkräfte unter Anwendung von Atemschutz und Drehleiter abgelöscht werden. 
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Bei dem Haus handelte es sich um einen Zweitwohnsitz, so dass sich glücklicherweise zum Zeitpunkt des Brandausbruches keine Personen im Gebäude befanden und niemand durch den Brand verletzt wurde. Der Brandschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt, das in Holzbauweise errichtete und durch de Flammen stark in Mitleidenschaft gezogene Haus muss abgerissen werden. Durch die Memminger Kripo wurden am Brandort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Derzeit gehen die Brandermittler von einem technischen Defekt als Ursache für den Brandausbruch aus. Die örtliche Feuerwehr befindet sich zur Brandwache noch am Einsatzort, da sich Glutnester teilweise wieder entzünden. (PP Schwaben Süd/West)

Dienstag, 18. November 2014

Kaufbeuren / Neugablonz: Brand in Werkstatt - 4 Personen verletzt

Fotos: Kiessling
Zu einem Brandausbruch im Ortsteil Neugablonz kam es heute in der Werkstatt eines verarbeitenden Betriebes. Vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Gegen 9.30 Uhr fing aus noch unklarer Ursache ein Herd Feuer, auf dem gerade Klebstoff erhitzt wurde. Das Feuer breitete sich unter anderem schnell über den Kamin aus und setzte das darüber liegende Dachgebälk in Brand.
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Durch die rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neugablonz und Kaufbeuren musste zur Brandbekämpfung mit schwerem Atemschutz und Drehleiter das Dach geöffnet werden, so dass der Brand bald unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zuvor hatten die anwesenden Angestellten die Werkstatt verlassen. Dennoch mussten vier von ihnen mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Die Kaufbeurener Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit wird der Brandschaden auf rund 25.000 Euro geschätzt. (PP Schwaben Süd/West)

Hinweis der Redaktion: Kennzeichen, Firmennamen und Personen werden bei uns IMMER gepixelt. Tödliche oder schwere Vorfälle werden in Absprache mit der Polizei veröffentlicht.

Stetten / Mindelheim: Pkw prallt gegen Baum - Fahrer tödlich verletzt - Polizei sucht Zeugen

Fotos: Merkel
Auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Stetten und Mindelheim kam es heute Morgen zu einem tödlich endenden Verkehrsunfall. Ein 43-jähriger Autofahrer befand sich heute Morgen von Stetten kommend auf der Unggenrieder Straße und kam aus noch unklarer Ursache bei leichtem Gefälle in einer Linkskurve nach links von der Fahrbahn ab. Sein Wagen schleuderte in den angrenzenden Wald und gegen einen Baum. Dabei wurde der Pkw stark beschädigt und der Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Ein später folgender Verkehrsteilnehmer fand den verunfallten Wagen und verständigte die Rettungskräfte. Die alarmierten Feuerwehren aus Mindelheim, Mindelau und Apfeltrach mussten den Fahrer mit technischem Gerät aus dem Fahrzeug befreien. Das Auto wurde später von einem Abschleppdienst geborgen. Im Einsatz war auch die Notfallseelsorge. Die Mindelheimer Polizei sucht nach Zeugen zum Unfallhergang, die sich bitte unter der Rufnummer (08261) 7658-0 melden sollen. (PP Schwaben Süd/West)
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Hinweis der Redaktion: Kennzeichen, Firmennamen und Personen werden bei uns IMMER gepixelt. Tödliche oder schwere Vorfälle werden in Absprache mit der Polizei veröffentlicht.

Montag, 17. November 2014

Kempten: Fazit Kontrollaktion sichere Landstraße

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In Teilen unerfreulich fielen die polizeilichen Feststellungen während der Schwerpunktaktion „Sichere Landstraße“ aus, die am vergangenen Sonntag endete – insgesamt mussten fast 4.500 Fahrzeugführer in dieser Woche beanstandet werden. Anlass für die Schwerpunktaktion war die unerfreuliche Entwicklung bei den Verkehrstoten im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. So liegt die Zahl der Unfallopfer im laufenden Jahr bereits über der Zahl der Verkehrstoten im gesamten Vorjahr. Im Rahmen der Aktion wurde besonderes Augenmerk auf Verhaltensweisen gelegt, die häufig Ursache für schwere Verkehrsunfälle sind. So mussten in dieser Woche 53 Vorfahrtsverstöße – in erster Linie Missachtung von roten Lichtzeichenanlagen - geahndet werden. In 48 Fällen wurden Verkehrsteilnehmer wegen der Nichtbeachtung des Überholverbots beanstandet. 
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Mit fast 3.400 Verstößen stellten die Geschwindigkeitsüberschreitungen den Großteil der festgestellten Verkehrsordnungswidrigkeiten. Ungewöhnlich hoch fiel auch die Zahl der Pkw Fahrer aus, die ihre eigene Sicherheit gefährdeten, indem sie keinen Sicherheitsgurt anlegten. Hier mussten in 338 Fällen Verkehrsteilnehmer verwarnt werden. Bedenklich waren auch die Feststellungen der Fahrten unter Alkohol- und unter Drogeneinfluss. Innerhalb von einer Woche wurden bei den Kontrollen 52 Fahrzeugführer festgestellt, die nicht mehr fahrtüchtig waren. Besonders auffällig war dabei eine mehrstündige Kontrolle im Oberallgäu bei welcher bei 7 Verkehrsteilnehmer der Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss festgestellt wurde. Das Ergebnis der Kontrollen belegt leider, dass viele Fahrzeugführer ihrer Verantwortung für die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer nicht hinreichend bewusst sind und daher Verkehrsverstöße begehen, die zu schweren bis hin zu tödlichen Folgen für sie selbst und für andere führen können. In Teilen wie zum Beispiel bei der Handynutzung lag die Anzahl der festgestellten Verstöße sogar deutlich über dem Vorjahr (Handy 121 zu 62) was belegt, dass entsprechende Kontrollen weiterhin notwendig sind. 

 Die Kontrollen haben aber auch ein Licht auf das sonstige Verhalten der Verkehrsteilnehmer geworfen das oftmals nicht in diesem Maß den Verkehrsvorschriften entspricht wie es von vielen Verkehrsteilnehmern selbst gewünscht wird. Bei den Gurt- und Handykontrollen an einem Kreisverkehr mussten z.B. allein von einer Dienststelle über 50 Verkehrsteilnehmer moniert werden die das Ausfahren nicht durch Blinken angezeigt hatten. Im Interesse der Sicherheit im Straßenverkehr appelliert das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West weiterhin an alle Fahrzeugführer im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, aber auch im Interesse der Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer um eine rücksichtsvolle und umsichtige Verkehrsteilnahme sowie um die Einhaltung der Verkehrregeln. (PP Schwaben Süd/West)

Memmingen: Besucher bei Rockkonzert schwer verletzt - Mann tritt gegen Kopf

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Der Besuch eines Rockkonzerts endete für einen Unterallgäuer im Krankenhaus. Der 44-jährige Mann hatte am Samstag ein Rockkonzert besucht. Nach bisherigen Ermittlungen kam es aus noch ungeklärten Gründen zu Unstimmigkeiten mit einem ebenfalls 44-jährigen Unterallgäuer. Als gegen 23 Uhr die Unstimmigkeiten der beiden stark alkoholisierten Männer eskalierten, stieß der eine 44-Jährigen den Anderen zu Boden.
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Im Anschluss trat er mit dem Fuß gegen den Kopf des am Boden Liegenden. Dieser verlor durch den Angriff das Bewusstsein und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er stationär aufgenommen wurde. Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurden die Ermittlungen umgehend von der Kripo Memmingen übernommen. Der Mann wurde, wie zwischenzeitlich feststeht, bei dem Vorfall schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Die Ermittlungen wegen der gefährlichen Körperverletzung, insbesondere zur Vorgeschichte zu dem Angriff, dauern noch an. (PI Memmingen)

Memmingen: 20-jähriger in Bahnhofsunterführung überfallen - Betäubungsmittel gefunden

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Am Samstag dem 15.11.2014, gegen 04.30 Uhr befand sich ein 20-Jähriger im Bahnhofsunterführungsbereich in der Augsburger Straße. Er hörte über sein Mobiltelefon mit Kopfhörer Musik und nahm seine Umgebung nicht wahr. Plötzlich wurde er in der Unterführung von drei Personen angesprochen, welche sein Handy forderten. Nachdem er es zunächst nicht freiwillig herausgeben wollte, wurde er gestoßen und ihm das Handy entrissen. 
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Er ging zu einem in der Nähe wohnenden Freund und rief die Polizei. Im Rahmen der Fahndung konnten die drei Täter, welche zwischen 18 und 23 Jahre alt sind, angetroffen werden. Bei einem wurde das Mobiltelefon des Geschädigten aufgefunden. Im weiteren wurde bei einem der drei Täter ein Tütchen mit Betäubungsmittel sichergestellt. Die Angreifer hatten zum Tatzeitpunkt eine Alkoholisierung zwischen einem Promille und 1,6 Promille. (PI Memmingen)

Memmingen: Fahrradfahrer flüchtet nach Verkehrsunfall

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Dass sich starker Alkoholkonsum und Fahrradfahren nicht vertragen beweist ein Vorfall vom vergangenen Sonntag. In den frühen Abendstunden des 16.11., fuhr ein 21-Jähriger mit seinem Fahrrad in ein geparktes Auto hinein. Darüber war er so wütend, dass er anschließend noch in den Pkw hineintrat. Dieser Vorfall wurde von mehreren Personen, darunter dem Eigentümer des Pkw beobachtet. Als der junge Mann auf den Vorfall angesprochen wurde, beleidigte er die Zeugen und flüchtete mit seinem Rad. 
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Der Geschädigte verfolgte den Radfahrer mit seinem Auto bis dieser wenige Straßen weiter sein Fahrrad wegwarf und seine Flucht zu Fuß fortsetzte. Schließlich verschwand der Flüchtige vor den Augen seines Verfolgers in einem Mehrfamilienhaus. Als die Polizei dort eintraf kam der Unfallfahrer aus dem Haus und stellte sich. Ein durchgeführter Atemalkoholtest lieferte die Erklärung für sein Verhalten: Dieser ergab eine Alkoholisierung von über 1,6 Promille. Der Mann sieht jetzt einer Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung, Unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr, Sachbeschädigung sowie Beleidigung entgegen. (PP Schwaben Süd/West)

Sonntag, 16. November 2014

ADAC „Reifen A - Z“: Was sollte bei der Bereifung beachtet werden - Wann müssen Winterreifen gewechselt werden

Foto: Pixabay
Was Autofahrer alles bei der Bereifung beachten sollten, hat der ADAC hier von A bis Z zusammengefasst:

DOT-Nummer: Reifen müssen mit Angaben zum Herstellungsdatum versehen werden. Das Datum wird als verschlüsselte vierstellige Nummer meist am Ende der DOT-Kennzeichnung angegeben. Die Stellen 1 und 2 stehen für die Produktionswoche, die Stellen 3 und 4 geben das Jahr an. Die Ziffernkombination „1814“ bedeutet somit: 18. Produktionswoche des Jahres 2014. Ein neuer Satz Reifen sollte beim Kauf nie älter als drei Jahre sein.

Einlagern: Kompletträder (Reifen auf Felgen) sollten mit erhöhtem Luftdruck (0,5 bar höher als Herstellervorgabe) liegend übereinander gelagert werden. Alternativ bieten sich auch so genannte Felgenbäume oder Wandhalterungen an. Reifen ohne Felgen müssen senkrecht auf einem trockenen, nicht mit Öl verunreinigten Boden stehen und sollten alle paar Wochen gedreht werden.

Felgen: Bei einem Fahrzeugwechsel auf ein neueres Modell sollte man beachten, dass die Felgen des Vorgänger-Fahrzeugs nicht immer übernommen werden können. Bei der Verwendung von Leichtmetallfelgen im Winter müssen Autofahrer auf deren “Wintertauglichkeit” achten. Leichtmetallfelgen, die nicht für den Wintereinsatz geeignet sind, können mit den Jahren am Felgenhorn oxidieren und dadurch schleichendem Luftverlust verursachen.

Ganzjahresreifen: Ganzjahresreifen stellen einen technischen Kompromiss dar, der wirtschaftlich sinnvoll erscheint, wenn sie auf kleinen, leichten Fahrzeugen wenig gefahren werden. Bei extremen winterlichen als auch sommerlichen Straßenverhältnissen bieten die entsprechenden Spezialreifen (Sommer- bzw. Winterreifen) derselben Marken eine größere Sicherheit.
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Hinterachse: Bei unterschiedlichen Reifenqualitäten oder unterschiedlichen Profiltiefen gehören die besseren Reifen grundsätzlich auf die Hinterachse, da sie vorrangig das Fahrzeug stabilisiert. Unterschiedliche Profiltiefen und ungleichmäßiger Verschleiß an Vorder- und Hinterachse können vermieden werden, wenn in regelmäßigen Abständen (alle 5000 bis 8000 km) die Räder zwischen Vorder- und Hinterachse getauscht werden. Vielfach geben die Hersteller hierzu auch Tipps in den Bedienungsanleitungen.

(Geschwindigkeits- & Last-) Index: Alle Reifen sind ausgelegt für bestimmte Höchstgeschwindigkeiten und Tragfähigkeiten. Die entsprechenden Spezifikationen werden ausgedrückt durch den Geschwindigkeits- und Lastindex auf der Reifenseitenwand. Die Indizes an den montierten Reifen müssen mindestens mit den Vorgaben aus den Fahrzeugpapieren übereinstimmen. Erlaubt sind auch höhere Indizes. Bei M+S-Reifen sind bezüglich des Geschwindigkeitsindex Ausnahmen möglich. In diesem Fall muss ein Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers an die reduzierte zulässige Höchstgeschwindigkeit erinnern.

Ketten/Kettenpflicht: Eine Schneekettenpflicht in Europa gibt es nicht. Generell dürfen Schneeketten nur auf schneebedeckten Straßen benutzt werden. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ordnet jedes Land jedoch mit unterschiedlichen Beschilderungen die Benutzung an. Auch die Höhe der Bußgelder bei Zuwiderhandlung variiert enorm. Wer also eine Reise plant, sollte sich laut ADAC vor der Abfahrt genau über die Bestimmungen im Urlaubsland informieren.

Label: Seit 2012 gilt die Vorschrift, nach der Autoreifen im Handel mit dem sogenannten Reifenlabel gekennzeichnet werden müssen. Dieses Label gibt Auskunft über den Rollwiderstand (Kraftstoffverbrauch), die Nassbremseigenschaften und die Außengeräuschentwicklung des Reifens. Für den Autofahrer ergeben sich dadurch neue Informationsmöglichkeiten. Besonders wenn es um die sicherheitsrelevanten Nassbremseigenschaften geht, sollten Reifen der Klassen C oder besser ausgewählt werden. Wer sich umfassend über einzelne Reifeneigenschaften informieren möchte, sollte den ADAC Reifentest zu Rate ziehen.

Mischbereifung: Mit „Mischbereifung“ ist die gemeinsame Montage von Diagonal- und Radialreifen auf einem Fahrzeug gemeint. Diese ist für Pkw grundsätzlich nicht zulässig. Heutzutage werden für Pkw fast nur noch Radialreifen angeboten. Das „Mischen“ bzw. Kombinieren von unterschiedlichen Reifenmodellen oder Reifen deutlich unterschiedlichen Alters, wenn z.B. nur zwei Reifen ersetzt werden, kann zu Beeinträchtigung der Fahrdynamik führen. Bei einigen Fahrzeugen kann es aufgrund unterschiedlicher Abrollumfänge zum Eingriff elektronischer Assistenzsysteme (Anti-Schlupf-Regelung) kommen.

Oktober bis Ostern / Reifenwechsel: Der ADAC empfiehlt die Verwendung von Winterreifen von Oktober bis Ostern. Die langjährige Erfahrung zeigt, dass in dieser Zeit überwiegend Witterungsverhältnisse wahrscheinlich sind oder schnell entstehen können, die mit Winterreifen besser zu beherrschen sind. Die Versicherungen machen Winterreifen zwar nicht zur Pflicht und zahlen aus der Kfz-Haftpflicht auf jeden Fall den Schaden des Unfallgegners, können aber den Kaskoschaden kürzen, wenn nachgewiesen ist, dass die Unfallfahrt mit Sommerreifen grob fahrlässig war. Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen, worunter auch Ganzjahresreifen fallen.

Panne / Ersatzrad / Runflat-Reifen: Liegenbleiben mit einer Reifenpanne ist eine unangenehme Sache. Mit Runflat-Reifen kann man das weitgehend vermeiden, weil sie zumindest eine eingeschränkte Weiterfahrt ermöglichen. So erübrigt sich ein sofortiger Radwechsel oder eine notdürftige Reifenreparatur. Wer mit normalen Reifen fährt, sollte nicht vergessen, regelmäßig auch den Luftdruck des Reserverads zu prüfen.

Profiltiefe: Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe für Reifen liegt bei 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt, Sommerreifen ab 3 mm und Winterreifen ab 4 mm auszutauschen.

Qualität versus Kosten: Der Preis alleine sagt nichts über die Fahrleistung eines Reifens aus, die teuren sind nicht immer die Besten, die günstigen nicht immer die Schlechtesten. In der Regel kosten vier günstige Reifen in etwa soviel wie drei Reifen aus dem oberen Preissegment. Dazwischen gibt es einige Alternativen im mittleren Preissegment und vernünftigen Testergebnissen. Unsere Preisrecherchen zeigen, dass ein Vergleich mehrerer Händler oft große Preisunterschiede zeigen, teilweise ist die Preisspanne für ein bestimmtes Reifenmodell ähnlich groß wie die Spanne vom Billigsten bis zum Teuersten. Daher auf jeden Fall mehrere Angebote einholen und die Kosten für Montage, Auswuchten und Altreifenentsorgung nicht vergessen.
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Reifendruckkontrollsystem: Seit 1. November müssen alle neu zugelassenen Pkw und Wohnmobile serienmäßig mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sein. Das bedeutet, dass auf einige Autofahrer beim Kauf eines zusätzlichen Winterrädersatzes einmalige Mehrkosten von 250 bis 300 Euro zukommen. Betroffen sind Fahrzeugbesitzer, deren Auto mit einem direkt messenden System ausgestattet ist. Hier wird beim Kauf neuer Winterräder ein zweiter Satz Sensoren notwendig.

TWI: Sogenannte Tread Wear-Indikatoren sind kleine Erhebungen in den Hauptrillen der Reifen. Sie sollen der besseren Beurteilung des Verschleißzustandes von Reifen dienen. Wenn der Steg des TWI bündig ist mit den benachbarten Profilblöcken, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm erreicht oder bereits unterschritten. An der Außenschulter der Reifen ist die Position der Indikatoren in den Hauptrillen vielfach mit den Buchstaben TWI oder einem markenspezifischen Symbol gekennzeichnet. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm darf über den gesamten Umfang im Bereich der Hauptrillen nicht unterschritten werden. Deshalb sollte die Reifenprofiltiefe immer an verschiedenen Stellen der Lauffläche geprüft werden. Empfehlung: Winterreifen, die eine durchschnittliche Profiltiefe von weniger als 4 mm haben, sollten nicht mehr verwendet und vor dem Wintereinbruch durch neue ersetzt werden.

Unwucht: Jedes Rad, auf das ein neuer Reifen montiert wurde, muss ausgewuchtet werden, um einen möglichst ungestörten Lauf des Rads am Fahrzeug zu gewährleisten. Für im Betrieb befindliche Räder kann ein Nachwuchten erforderlich werden, wenn zum Beispiel bei bestimmten Geschwindigkeiten Rückwirkungen auf das Lenkrad spürbar werden.

Ventil: Einfache Gummi-Snap-In-Ventile müssen bei jedem Reifenwechsel ausgetauscht werden. Für Metallventile gelten andere Regeln.

Wechsel von Winterrädern: Wer den Wechsel der Räder selbst vornehmen will, muss unbedingt die Herstellerhinweise in der Bedienungsanleitung beachten. Dies gilt besonders für die Anzugsmomente der Radverschraubung. Wichtig ist auch, die Radschrauben zu verwenden, die zu der jeweiligen Felge passen. Im Zweifel sollte eine Fachwerkstatt den Wechsel vornehmen.

Zertifizierte Reifenmontagebetriebe: Immer mehr Pkw werden mit sogenannten Ultra High Performance-Reifen (UHP-Reifen) oder Runflat-Reifen ausgestattet. Diese Reifen erfordern bei der Montage und Demontage besondere Vorkehrungen, die eine mögliche unbemerkte Beschädigung des Reifens während der Montage ausschließt und damit den sicheren Betrieb der Reifen gewährleistet. Einzelne Reifenmontagebetriebe sind für diese speziellen Montagetätigkeiten gesondert zertifiziert.

Ausland: In Deutschland und in vielen Nachbarländern gibt es für die Wintermonate oder bei winterlichen Straßenverhältnissen die Pflicht, mit Winterreifen zu fahren. Bei Zuwiderhandlungen drohen zum Teil hohe Bußgelder. Vor der Winterreise sollten sich Urlauber daher unbedingt über die aktuellen Bestimmungen im jeweiligen Reiseland informieren. (Quelle: ADAC Pressestelle)

Memmingen: Fußballfans gehen am Bahnhof auf Polizisten los - Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

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Am Samstagabend gegen 18:00 Uhr konnten mehrere Fußballfans im Bereich des Memminger Bahnhofs festgestellt werden, welche dort ein Bengalisches Feuer entzündeten. Als die hinzukommenden Polizeistreifen die Personalien für die darauffolgende Anzeigeerstattung feststellen wollten, kam es zu einem Gerangel mit mehreren alkoholisierten Fans. Als die Beamten versuchten, einen der Beschuldigten zu fesseln, wurde seitens eines anderen Beschuldigten versucht dies zu verhindern, indem er den Polizeibeamten in den Rücken schlug und ihn von der gefesselten Person wegzog. 
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Zudem wurden die Polizeibeamten vor Ort mehrfach beleidigt. Den Hauptakteuren wurde der Gewahrsam erklärt und sie wurden zur Ausnüchterung in die Haftzelle verbracht. Sie erwarten außerdem mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. (PI Memmingen)

Weitnau: Betreuer setzt Kind aus - Große Suchaktion nach 13-jährigem Vermissten glücklich Ausgegangen

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Am Samstagabend, um 22.00 Uhr, meldete der Betreuer einen13-jährigen Jungen aus einem Erziehungsheim in Weitnau als vermisst. Da der Betreuer vermutete, dass der Junge in dem Waldgebiet beim Hauchenberg umherirrte, wurde ein Großaufgebot an Suchkräften aufgestellt. Daran beteiligt waren 20 Mann der FFW Missen, 30 Feuerwehrmänner aus Weitnau, 11 Männer der Bergwacht Immenstadt mit drei Suchhunden und 9 Suchkräfte der Bergwacht Kempten. Die Polizei Kempten beteiligte sich mit 4 Mann und einem Diensthundeführer. Der Einsatz eines Polizeihubschraubers war aufgrund der Wetterlage leider nicht möglich. Wie sich bei der genaueren Sachverhaltsabklärung durch die Beamten herausstellte, kam es bei einer Ausflugsfahrt zwischen dem 53-jährigen Betreuer und dem Jungen zu einer Streitigkeit. 
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Da sich der 13-Jährige uneinsichtig und bockig zeigte, ließ der Betreuer den Jungen zur Strafe in Börlas bei Missen aussteigen und er sollte von dort aus zu Fuß über den sogenannten Hauchenberg, die restlichen 5 km nach Weitnau laufen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Bei dem Bereich des Hauchbergs handelt es sich um eine kleine Hügelkette, welche bewaldet ist. Dies war bereits um 16.00 Uhr am Nachmittag. Als der Junge dann nach mehreren Stunden noch nicht ins Heim zurückkehrte, meldete der Betreuer das Kind als vermisst. Da der Junge erst seit zwei Monaten in dieser Einrichtung war und folglich keine wirklichen Ortskenntnisse besaß, verirrte sich dieser in dem Waldgebiet. Erst gegen 01.00 Uhr, nach bereits dreistündiger Suche, konnte der Junge im Bereich Weitnau durch Kräfte der Feuerwehr Weitnau festgestellt werden. Der Junge, welcher zwar der Jahreszeit angepasste Kleidung trug, wirkte leicht unterkühlt und wurde vorsorglich ins Klinikum Kempten eingeliefert. Die Polizei ermittelt nun gegen den 53-jährigen Betreuer, wegen seiner Erziehungs-maßnahmen. (PI Kempten)

Memmingen: Hund beißt Kind vor Supermarkt - Zeugen gesucht

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Samstagmittag gegen 13:15 Uhr wurde ein 12-jähriges Mädchen vor einem Supermarkt in der Schlachthofstraße von einem Hund gebissen. Das Mädchen sperrte gerade ihr Fahrrad auf, als der neben ihrem Rad festgebundene, kleine schwarz-braune Hund ihr in die rechte Hand biss. Der Hundehalter befand es nicht für nötig, sich daraufhin weiter um das Mädchen zu kümmern. Gegen den bislang unbekannten Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen ermittelt. (PI Memmingen)
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